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Bankrecht

Ihr Ansprechpartner Marc Oliver Stinglwagner

Bankrecht

Zu diesem Rechtsgebiet gehört das Bankrecht mit Rechtsfragen aus den Bereichen Kreditvergabe, Immobilienfinanzierungen, Bürgschaften und allgemeiner Zahlungsverkehr ebenso wie das Kapitalmarktrecht mit Rechtsfragen aus den Bereichen Wertpapierhandel, Anlageberatung, Anlegerschutz, Vermögensverwaltung. Auch Fragen im Zusammenhang mit dem Widerruf von Darlehensverträgen oder Kündigungen von Bausparverträgen.

Im Laufe seiner mehrjährigen Tätigkeit in Aachen auf diesem Rechtsgebiet hat Herr Rechtsanwalt Stinglwagner ebenso bei der Betreuung von Banken und Dienstleistern auf dem Kreditsektor Erfahrung gesammelt, wie auch bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen von Anlegern gegen die beratenden Banken und Vermögensberater wegen Falschberatungen. Zum Tätigkeitsfeld auf diesem Gebiet gehören aber auch die Beratung und Begleitung im Rahmen Finanzierungen und Umschuldungen.


Neues Urteil zu Bankgebühren

Nun können auch Gewerbetreibende und Selbständige von Ihrer Bank zu viel gezahlte Bankgebühren zurückverlangen.

Wichtige aktuell betroffene Fallgruppen sind beispielsweise die Finanzierungen von Fahrzeugen bei Pflegediensten, Handwerkern oder im Transportgewerbe, ebenso aber auch z.B. die Finanzierung von Solaranlagen oder Immobiliendarlehen.

Seit längerer Zeit war bereits geklärt, das Verbraucher von Ihrer Bank teils mehrere tausend Euro zurückverlangen können, welche die Bank als Bearbeitungsgebühren im Rahmen von Darlehensvertragen erhoben hatte.

Nun setzt der Bundesgerichtshof seine Rechtsprechung fort und hat in einem neuen Urteil aus Juli 2017, AZ: XI ZR 233/16 festgestellt, dass auch Bearbeitungsgebühren unwirksam sind, welche im Rahmen von gewerblichen Darlehen erhoben wurden.

Die Banken müssen also nun neben den Verbrauchern auch den Unternehmern die Bearbeitungsentgelte erstatten, womit durchaus mehrere tausend Euro je Vertrag gefordert werden können.

Sie können Ihre Darlehensverträge selbst prüfen, ob dort „Bearbeitungsgebühr“, „Abschlussgebühr“, „laufzeitunabhängiger Individualbeitrag“ genannt wird. Diese Gebühren sind unwirksam, wie der Bundesgerichtshof geurteilt hat.
Sie können auch für bereits abgelöste Kredite eine Erstattung der Gebühren fordern.
Auch Darlehenskontoführungsgebühren und Schätzkosten können Sie zurückverlangen.

Wenn Sie unzulässige Gebührenpositionen in Ihren Darlehensverträgen entdecken, sollten Sie sich zügig um die Erstattung bemühen. Denn mit jedem Jahreswechsel droht die Verjährung von Ansprüchen. Zum 31.12.2018 verjähren Ansprüche welche im Jahr 2015 entstanden sind. Ältere Ansprüche können zwar unter Umständen auch noch (teilweise) gerettet werden, dies bedarf jedoch einer Einzelfallberechnung welche ggf. durch Verbraucherschützer oder Rechtsanwälte vorgenommen werden kann.

Marc Oliver Stinglwagner
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht